Nummer 4 schlägt zurück
Nach einem doch etwas enttäuschend verlaufenen Saisonfinale in der vergangenen Spielzeit scheint an der Adria Küste die Sonne wieder: Hajduk greift wieder an. In der nunmehr vierten Statistik unter Trainer Benson gilt es, keine Langeweile aufkommen zu lassen. "Die Flitterwochen sind lange vorbei. Die Euphorie nach dem Titel im zweiten Jahr ist es auch. Und auch die Enttäuschung darüber, dass uns in Jahr 3 am Schluss der Saft ausgegangen ist, hat nicht ewig angehalten. "
Man ist nicht nachtragend in Split. Dafür sorgt schon die Öffentlichkeit, die jede Woche eine neue Sau durch die Altstadt treibt. Die Medien, die Torcida, die alten Weiber auf denn Markt, jeder ist wahlweise Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Da bleibt keine Zeit, sich über letzte Woche Gedanken zu machen, geschweige denn letzte Saison.
Der große Gatsby (mit Fischbrötchen)
Irgendwie schien es der falsche Film zu sein. Es war zwar nett gemeint von den Verantwortlichen von Roter Stern Belgrad, dass sie Coach Dimitry Utschkov einen Eintrittsgutschein über 150 EUR geschenkt hatten... aber für eine spießige Bar auf Sylt? Und so fand sich der russische Lebemann plötzlich und unerwartet zwischen Gucci-Vanessas und Kaschmirpulloverträgern (lässig über die Schulter gelegt) wieder. Eine echte Zumutung, zumal das trostlose Buffet nur aus Fingerfood und winzigen Minihäppchen bestand. Kein Wunder, dass dem Übungsleiter vom Balkan der Kragen platzte und er in die piefige Menge Aperoltrinker hineinskandierte: "Deutschländerwürstchen! Auster muss raus!" Wider erwarten schienen sich einige jüngere Privilegierte mit Onkel Dimitry zu solidarisieren, doch dieser hatte schon längst den Weg zum Ausgang gefunden. "Haben gespielt diese furchtbare Lied von die Italiener mit Hut. Kann ich nicht haben an die Kopp. Hoffentlich begegnen die Onkel gleich noch berühmte Inselpunks, damit wenigstens können kaufen ab eine oder zwei Dosenbier."
Gude Morsche
Seid ihr auch schon alle wach? Auf dem Balkan dauert alles etwas länger, so ist es auch in dieser Saison. Langsam erwachen alle aus dem Frühlingsschlaf. Wir dürfen gespannt sein, wer den ersten ZAT verpennt.
Wir hingegen sind hellwach, vorbereitet und zu allem bereit. Es soll eine Saison mit Siegen, tollen Spielen und am besten natürlich auch Titeln werden. Bisher lief man den eigenen Erwartungen hinterher. Das wird sich ändern. Die Personalrochaden sind abgeschlossen. Es kann losgehen. Alle freuen sich auf einen Saisonstart mit drei Siegen. Drei Siege ins Glück sozusagen. Auf gehts, kämpfen und siegen! Die ersten drei Gegner sind Sofia, Bukarest und Sarajevo. Keine Leichtgewichte...aber wir werden sie aus dem Weg räumen.
Kann sich sehen lassen
Da wäre mehr drin gewesen, meinten die meisten Fans nach der 0:1-Niederlage von Hajduk in Belgrad. Null zu eins, da st ein Ergebnis, das man auf zwei Arten lesen kann: Die einen sehen die verpasste Chance, mit relativ überschaubarem Aufwand einem der Hauptkonkurrenten Punkte abzunehmen. Die andere Sichtweise: ein recht freundliches -1 in der Tordifferenz. Jetzt einfach im Rückspiel 4:0 gewinnen, und schon hat man einen gefhlten halben Punkt vorsprung, ohne groß etwas dafür getan zu haben.
"Klar, die Leute wollen immer gerne so eine Schlitzohr-Aktion sehen. Den Gegner auf dem falschen Fuß erwischen, überrumpeln. Aber das ist nunmal nicht unser Spiel. Wir sind keine Hazardeure, und der Erfolg gibt uns recht. Wenn man auf Teufel komm raus ein anderes Spiel aufziehen will als das, was auf einen zugeschnitten ist, kann man nur scheitern. Ich weiß wovon ich rede."
Ab in den Süden
In Ljubljana ist man im Vergleich zum gesamten Balkan recht nördlich unterwegs, so auch die Temperaturen nahe der Alpen. Doch es mag auch Trainer geben, die einem Besuch an der norddeutschen Küste nicht abgeneigt sind. Was tut der Onkel nicht alles für sein Dosenbier. Wie gut nur, dass er Oettingen in Deutschland noch nicht aufgestellt hat. Steht dieses Bier doch sinnbildlich für das deutsche Abschneiden bei den vergangenen Turnieren. Einst als Turniermannschaft tituliert zeigte die große germanische Nation eher magerkost-billig und eben willig-ganz wie das Oettinger Bier. Wie gut, dass auch Slowenien an der Euro teilnehmen darf. Denn unser Land bringt Biere mit ins Turnier, von denen Utschkov noch nicht einmal zu träumen wagt. So dürfte in den nächsten Tagen ein ganz besonderes Paket an der Donau und Save eintreffen - der Inhalt: Pivovarna Union d.d.!
Spartakus
Außerst mager verlief der Saisonstart für Roter Stern Belgrad und Coach Dimitry Utschkov. Der letzte Tabellenplatz und nur ein einziger Treffer in drei Begegnungen waren ein wahrhaft spartanischer Start in die frisch begonnene Balkan League. Immerhin verhielt sich der Punkteschnitt überproportional zur kargen Torausbeute, mit drei Zählern bei nur einem Heimspiel verlief der ZAT bei nüchterner Betrachtung doch nicht ganz so katastrophal. Aber wer kann davon ausgehen, dass irgendjemand bei sommerlichen Temperaturen und Urlaubsfeeling in Serbien noch nüchtern ist? Onkel Dimitry sicherlich nicht, auch wenn er gerade das EM-Studio auf dem heimischen Balkon vorbereitet. Denn wie bei jedem Turnier darf die Taktiktafel nicht fehlen, wo elf westeuropäische Flaschenbiere gegen elf weißrussische Dosenbiere aus dem Discounter fachgerecht positioniert werden (und ausreichend "Auswechselspieler" bereitstehen müssen). Der Vorteil der bevorstehenden EM war außerdem, dass seitens der lokalen Presse keine blöden Fragen hinsichtlich der unterdurchschnittlichen Performance von Roter Stern in der heimischen Liga gestellt werden würden.
Oj, Hrvatska
Stell dir vor Hajduk spielt und keiner geht hin. Die Balkan -Liga geht munter weiter, aber alle Augen in Kroatien und Serbien und Slowenien und Albanien und der Ukraine und Rumänien und der Slowakei sind nach Deutschland gerichtet. Europameisterschaft Baby.
Und da sieht es für Kroatien leider gar nicht gut aus. Während Coach Benson sich natürlich über zwei Siege und die Tabellenführung für sein Heimatland freuen kann, sind seine Spieler gedanklich ganz wo anders: Kroatien hat gegen Spanien verloren - OK, kann passieren - und dann nicht einmal gegen Albanien gewonnen. Das nagt an der Rot Weiß karierten Seele.
Gegen Italien gibt es jetzt schon ein richtiges Endspiel. Endspiele sind eine schöne Erinnerung für die Kroaten, aber so früh wollte das wohl keiner haben.
Gegen wen geht es eigentlich in der Liga?
Lichter der Kleinstadt
Vielleicht war es keine so gute Idee gewesen, während der Fußball-EM ausgerechnet nach Deutschland zu reisen. Volle Autobahnen, überfüllte Nahverkehrszüge, Touristenpreise... alles gute Argumente, um seine Freizeit besser auf serbischen Trainingsplätzen zu verbringen. Immerhin hatte sich Roter-Stern-Coach Dimitry Utschkov noch eine halbwegs bezahlbare Herberge in einer Kleinstadt in der Nähe von Köln angeln können, so dass noch ausreichend Budget für Speisen und Getränke übriggeblieben waren. Doch der zuvor von Onkel Dimitry noch locker dahergesagte Spruch "Die nix haben Bier hier, nur Kölsch" sollte sich als bedrückend wahr erweisen. Schließlich hatte zuvor eine Heuschreckenplage biblischen Ausmaßes in Form von schottischen Fans sämtliche Biervorräte der heimischen Gastronomie ausgetrunken, so dass der Gast vom Balkan bedröppelt auf dem Trockenen saß. Dabei wäre das Bier hier deutlich günstiger als in den Stadien und Fanzonen gewesen. Aber das war nur ein schwacher Trost, wenn man aus der Not heraus nur eine Fanta vor sich stehen hatte.
Jetzt konsequent bleiben
Die Mannschaft ist so gut aus den Startlöchern gekommen, wie schon lange nicht mehr. Um nicht zu sagen noch nie. Zu Hause zeigt das Team erfreuliche und erfolgreiche Leistungen. Die Gegner sehen momentan wenig Land. Die meisten bekommen sogar auf die Mütze. Genau diese Sicherheit in den Heimspielen soll den Erfolg für die gesamte Spielzeit legen. Die Mannschaft steht gut dar. Die Mannschaft will. Sie ist nicht verunsichert. So darf es weitergehen und so muss es weitergehen. Nur der Spielplan, der spielt man wieder gänzlich verrückt. So hat unser Team sehr viele Heimspiele zu Beginn. Momentan ist das in dieser Verfassung ein Vorteil, doch schnell kann sich der Wind drehen. Auch in der Nähe der Alpen...denn das Meer ist nicht fern.
Ich glaube in Zukunft übernimmt die KI die Pressekonferenzen
OK, Kroatien ist raus. Hajduk liegt in der Tabelle dort, wo sie sich auch am wohlsten fühlen: in Lauerstellung. Und, man höre und staune, die Mannschaft hat im Europapokal eine Gruppenphase unbeschadet überstanden. OK, es war nur die Qualirunde der Conference league, quast der Scherenführerschein unter den Wettbewerben. Aber hey, weitergekommen ist weitergekommen.
"Jetzt müssen wir uns aber auch mal wieder um die Liga kümmern", meinte Benson in der PK am Freitag: "Auch jetzt schon besteht die Gefahr, dass sich ein Konkurrent absetzt und plötzlch niemand mehr es für sinnvoll hält, in die Verfolgung zu investieren. Ich bin schon lange im Geschäft, und sich sage euch: das kann ganz schnell gehen".
Bisher ist es - mutmaßlich - aber noch nicht so weit. Jetzt gilt es einfach mal die Pflichtpunkte einzufahren und ansonsten sein Schießpulver trocken zu halten.
Rocketman
Wie eine Rakete sind sie nicht gerade in die neue Spielzeit gestartet, die Kicker von Roter Stern Belgrad und Coach Dimitry Utschkov. Letzterer weilte bekanntlich während der Vorrundenphase der EM in Deutschland, ist aber mittlerweile (gemeinsam mit der serbischen Nationalmannschaft) auf den Balkan zurückgekehrt. Der mäßige Saisonstart von Roter Stern soll am Freitag bei den Heimspielen in Belgrad zur Ablenkung von einem Meer von Pyrotechnik und Bengalischen Feuern kompensiert werden. Vermutlich hofft Onkel Dimitry, dass die Fans beim Anblick der bunten Lichter den Blick auf die Tabelle vergessen, wo man momentan ziemlich unspektakulär durch das Mittelfeld dümpeln. Für die Party am Freitag fehlt jetzt eigentlich nur noch die passende Musik, Vorschläge nimmt der Übungsleiter aus Belgrad vorurteilslos gerne entgegen. "Sein Du bekloppt? Elton John? Kommen nicht in Tüte, da sonst Zusschauer sterben vor Langeweile. Geben nix Girlgroup aus Weißrussland? Die sein schön billig und auch mal bereit, zu gehen Extrameile."
Mit der EM wollen wir nichts zu tun haben
"Immerhin zahlen wir die Gehälter der Fußballer", poltert Vereinsvorstand Slovan Jarnuk in die Mikros. Die Spieler stehen am Ende nun eben bei Olimpia unter Vertrag. Da unser Verein niemanden für die Euro frei gegeben hat, kann der Verein personell aus dem vollen Schöpfen. So ist auch das bisher recht ordentliche Abschneiden unseres Teams in der Saison zu erklären. Doch demnächst kehren die kroatischen Nationalspieler nach Split zurück und auch für den Rest der Balkan Mannschaften könnte die Euro Reise bald vorbei sein. Versuchen wir also solange wir können einen Vorteil aus der aktuellen Sitaution zu ziehen. Die Mannschaft trainiert ordentlich, es gibt keine Verletzten. Die nächsten drei Siege sollen eingetütet werden.
Lost in Translation
Bemerkenswert schlafmützig begann die Saison für Roter Stern Belgrad und Coach Dimitry Utschkov in der Conference League. Zwei Niederlagen gleich zu Beginn, da wird die europäische Holzklasse wohl zu einem kurzen Unterfangen für das Traditionsteam aus Serbien. Dies sicherlich aber nicht ohne Hintergedanken des zwielichtigen Übungsleiters, der diesem artifiziellen Wettbewerb ohnehin keine große Bedeutung beimisst: "Das sein Pokal nur für häßliches Streber mit Zahnspange und Bombennote in Latein." Nein, bei Roter Stern fokussiert man sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, also die heimische Liga und den Balkan Cup. Jetzt könnte man argumentieren, dass es im Butter- und Brotgeschäft ja nun auch nicht nach einer besonderen Fokussierung aussieht, doch hierzu gab es keinen Kommentar der sportlichen Leitung: "Wie? Nix verstehen Ihres Sprache.... Was? Sie sprechen ebenfalls russisch? Oh, leider nix Zeit, da noch besorgen muss Geschenk für Tante Ljudmilla aus Novosibirsk."
I am just a dreamer
Lieber Onkel,
wie wäre es mit Ozzy Ozbourne und I'm just a dreamer, das passt doch momentan zur Mannschaft. Geträumt wird von mehr- doch der Traum kann sich noch zum Alptraum entwickeln. Soweit der musikalische Begleitvorschlag aus Slowenien.
Nachdem das eigene Team nun ausgeschieden ist, kehrt Ruhe in unsere beschauliche Republik ein. Der Wintertourismus endet und durch die zahlreichen Stürme und Überflutungen mutet das Land zur Zeit wenig einladend ein. Also seien wir gute Gastgeber und schenken unseren Kontrahenten ein warmes Lächeln beim Empfang am hiesigen Flughafen. Dabei bleibt es aber auch. Denn die Punkte brauchen wir dringender als die Gegner. Doch wohin gehen sie denn alle? Kann die KI hier adequat aushelfen? Antworten gibt es hoffentlich auf der Startseite.
Jetzt komtmts drauf an
Es geht in die heiße Phase. Das Finale der Rückrunde steht an. Vielleicht ist es möglich nochmal ganz nach vorne durchzustoßen. Die Mannschaft hat nur einen kleinen Rückstand. Zwei bis drei Siege, das wäre dann auf jeden Fall ein Sprung. Die Mannschaft will und die Mannschaft muss. So wie die gesamte letzte Saison kann es nicht weitergehen. Es muss Gas gegeben werden.
Stimmen wir uns ein für das große Finale. Das große Finale dauert allerdings auch noch. Denn nach der Hinrunde kommt erst noch die ebenso lange Rückrunde. Da gilt es nicht den Faden zu verlieren. Am Ende muss es gut ausgehen. Denn sonst ist es ein Schrecken ohne Ende.
Feld der Träume
Nein, Baseball war nun wirklich nicht die Sache von Roter-Stern-Coach Dimitry Utschkov. Es sei denn, man konnte nachts nicht schlafen und im Fernsehen standen sich die New York Yankees und die San Diego Padres die Beine in den Bauch. Bei derart meditativem Fernsehprogramm war man im Handumdrehen wieder in das Reich der Träume zurückgeführt. Kein Wunder, dass sich die Amerikaner in den Betonschüsseln der MLB lieber an den Hot-Dog-Ständen aufhielten als dem gähnend langweiligen Treiben auf dem Rasen zuzuschauen. Folgerichtig also, dass sich Onkel Dimitry klar gegen die Einrichtung einer Baseballabteilung beim Verein Roter Stern einsetzt, zumal man sich aus Platzgründen mit den lästigen Amateuren die Mannschaftskabine teilen müsste. So weit darf es aus Sicht des Übungsleiters natürlich niemals kommen. Vielleicht hilft es ja, eine Petition in das serbische Parlament einzubringen, um die Nutzung der gefährlichen Baseballschläger landesweit zu verbieten. Wo kommen wir schließlich hin, wenn am Ende jeder den Sport ausüben würde, auf den er am meisten Lust hat. Da sollen die Baseballfreunde mal schön weiterträumen.
Reservoir Dogs
Das hatte Roter-Stern-Coach Dimitry Utschkov gerade noch gefehlt. Bei der Ankunft am Trainingsgelände des Vereins wurden der Übungsleiter und sein Bonanzarad von einem frechen Pinscher attackiert, der sich prompt in die Wade des russischen Lebemanns verbiss. Doch nach alter Tradition aus seiner alten Heimat, hatte er sich des Köters schnell entledigt und ihn fluchend in einem Wassertank deponiert: "Schwimmen tun die blöde Vieh bestimmt gut, damit bilden besseres Muskulatur." Fix noch der Deckel auf den Tank und auf zum Quälen der Mannschaft. Nach der Trainingseinheit wurde Onkel Dimitry allerdings dann von der Tochter des Präsidenten von Roter Stern angehalten, die schlecht gelaunt und sehr besorgt auf der Suche nach ihrem liebsten Schoßhündchen war. Doch Utschkov konnte die neureiche Ivana mit ihrem Hermelinmantel und dem sündhaft teuren Schmuck nicht leiden: "Nix gesehen weißes Köter. Aber sein sich die Onkel sicher, dass feine Hündchen piccobello sauber wieder werden auftauchen bei Frauchen. Ganz bestimmt."
Den Anschluss
...nicht verlieren. Das ist die Marschrichtung für die anstehenden Spiele in der Liga. Denn der Rückstand ist in dieser Woche um drei Punkte angewachsen. Die Spitze scheint unserer Mannschaft zu enteilen. Jetzt wäre ein Neun-Punkte-ZAT mehr als ratsam. Denn somit könnte man die gesamte Konkurrenz unter Druck setzen und das ist es doch was man in Slowenien will. Die Mannschaft solte diese sehr gute Ausganglage nutzen. Jetzt nicht mehr ins Risiko gehen, sondern gewohnt souverän den Stiefel runterspielen. Wir sind gespannt ob diese taktische Vorgabe eingehalten wird. Wenn nicht wird es mutmaßlch sehr unangenehm werden für den Trainerstuhl, der bekanntlich schon länger wackelt. Nach dem Finaleinzug der Engländer, geistert der Name Southgate durch die Straßen der Stadt.
Dimis Sing along
In Belgrad findet der alljährliche Gesangswettbewerb "Dimis Sing along" statt. Alles was Rang und Namen hat, hat sich eingefunden. Auch Busenfreund sf5078 ist mit seiner Mannschaft zu Gast. Doch was haben sie mitgebracht? Aus den 80ern-das ist das vorgegebene Motto des Protagonisten.
Der DJ legt auf und aus den Boxen dröhnt: "I wanna dance with somebody- I wanna feel the heat with somebody". Anfangs noch allein gesellte sich zum Vorsänger sf ein Gewisser Onkel, hielt sich fest an den Schultern und seiner Flasche in der linken fest. Und ließ sich gehen. "I need a man who'll take the chance-On a love that burns hot enough to last-So when the night falls-My lonely heart calls." So geht die Nacht zu Ende. Aus den Fängen des Onkels hat sich sf gelöst. Unser Onkel steht am Ende der Nacht wieder allein da...nur mit Whitney und seiner leeren Flasche Bier. Ist das nicht alles was ein Kreativgeist wie unser Onkel braucht?
Dr. Mabuse
"Motor. Wodka, force, motion, beer. Wodka, force, motion, beer. Wodka, force, motion, beer. Wodka, force, motion, beer. Propaganda... On joyless lanes, we walk in lines / a calm but steady flow / accompanied by loud commands / our strength is running low / another beer feeds another dream / another truth installed by the machines / a secret wish, the marriage of lies / today comes true what common sense denies... JA, WAS WINKEN SIE DENN SO, PRAKTIKANT BOSCO! Sie damit bringen ganzes Performance von die Onkel durcheinander. Mal eine bisschen mehr Respekt für Klassiker von 80er Jahre!" ... "Aber Herr Utschkov, Sie haben genannt Artikel Dr. Mabuse. Das aber sein eindeutig P-Machinery." ... "Jetzt Sie mal hören zu, Sie neunmalkluges Schlaumeier. Wer haben von uns beide schon gelebt früher?... Na also, jetzt halten weiter schön die Klappe und hören zu die Onkel. Und nur machen auf Mund, wenn Sie reden von Sache von die haben Ahnung. Also vielleicht Zahnspange oder zu schnelles Ejakulation... Rainer, Du bitte nochmal fahren die Band ab? Gehen gleich nochmals los von vorne."
Olimpia-beste Mannschaft des Balkans?
Manch anderer macht sich Feinde auf Fahrradtouren an der Seine entlang, andere machen sich Feinde bei der Göttin selbst. Denn eines kann man sicher sagen, diese beiden glorreichen Niederlagen gegen Roter Stern machen unsere Mannschaft für den Showdown nur stärker. Die Mannschaft hat in der vergangenen Woche beide Spiele gegen die Roten verloren. Damit zieht der Verein den Zorn ganz Sloweniens auf sich. Eigentlich hätte man es wissen müssen. Doch irgendwie lernt der Coach aus seiner Balkan Zeit nicht wirklich. Dennoch ist noch genug Zeit dieses Malheur gerade zu biegen. Immerhin wird es auch noch ein Spiel gegen den Stern geben. Darauf sind wir alle sehr gespannt. Mit Freude spucken wir dem Onkel ins Bier.
Olympia - Fest der Völker
Die serbische Wochenschau berichtet: Unter dem tosenden Beifall der zahlreich anwesenden Zuschauer haben sich die Athleten auf den Kampfbahnen in den Arenen eingefunden. Der große fechtende Führer der olympischen Bewegung hat eindringliche Worte zur Eröffnung gesprochen und der Präsident des Gastgeberlandes feierlich die Spiele eröffnet. Die Fackel befindet sich nun auf dem Weg zu ihrer Entzündung. Sportgrößen aus der gesamten Welt haben sich eingefunden, um ihr die gebührende Ehre zu erweisen... Wir haben das monumentale Museum nun hinter uns gelassen, und die Spannung ist mit Händen zu greifen. Ein französischer Modellathlet bewegt sich als finaler Träger auf das Ziel der Fackel zu, welches dem antiken Delphi nachempfunden ist. Doch was ist das? ... Aus der Dunkelheit heraus taucht ein Bonanzarad auf... und kollidiert mit dem letzten Fackelträger... Die Flamme fällt zu Boden und erlischt, während der Fahrer des Gefährts den am Boden liegenden Sportler zu beleidigen scheint: "Du nicht können passen besser auf? Sein hier in Paris schlecht beleuchtet die Fahrradwege. Was Du eigentlich machen mitten in Nacht in Park mit überdimensionales Feuerzeug?"
So war das nicht gemeint
Denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Nach den peinlichen Auftritten der vergangenen Wochen ergriff der Coach in dieser Woche in der Kabine das Wort. Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen um Großes zu erreichen. Dafür müssen sich Individualisten hinten anstellen, ganz hinten, denn es geht hier nur gemeinsam als Team. Die Mannschaft hat Reaktion gezeigt. Mit drei ganz tollen Auftritten hat die Mannschaft ihr Können unter Beweis gestellt. Zum Ziel haben sie sich gesetzt in dieser Saison kein Spiel mehr zu verlieren. Das mag hoch gegriffen erscheinen, doch es spiegelt die Entschlossenheit des Teams wider. Die Mannschaft will sich belohnen, doch das wofür kommt erst in den nächsten Wochen, denn Siege können am Ende nur mit der Krönung belohnt werden.
Legends of the Fall
Manchmal scheint es nicht das Schlechteste zu sein, wenn man den alten Sack an der Seitenlinie einfach mal für 14 Tage in den Urlaub schickt. So durfte sich Roter-Stern-Coach Dimitry Utschkov verwundert die Augen reiben, dass sein Club nach seiner Abwesenheit von der Tabellenspitze grüßte. Der geneigte Analyst wird allerdings das Potemkinsche Dorf schnell enttarnen, denn schließlich hat der serbische Spitzenverein nur noch zwei Heimspiele und ein schier infernalisches Restprogramm ohne billige Auswärtssiege bei trainerloser Konkurrenz. Insofern tut man in Belgrad gut daran, die Kirche im Dorf zu lassen und sich gedanklich schon einmal damit abzufinden, dass die aktuelle Momentaufnahme nicht lange Bestand haben wird. Meister werden am Ende die Anderen (wir verraten an dieser Stelle noch nicht, wer es sein wird), aber ein guter Platz sollte für den Roten Stern am Schluss möglich sein. Und hoffentlich wird dieser Platz nicht dafür sorgen, dass man einmal mehr durch den Mitropa Cup wird tingeln müssen. Das hat man nun wirklich nicht verdient.
Das große Duell
Olimpia ist am Ende-so titeln die Gazetten seit gestern, es handelt sich jedoch nur um einen Rechtschreibfehler-gemeint sind natürlich die Spiele in Paris. Außer die Beteiligung der slowenischen Jugend in grün-weiß gibt es keine Verbindung zu diesem Großereignis.
Vielemehr steht ein Großereignis im Vordergrund, welches in der kommenden Woche stattfinden soll. Es geht natürlich um das Duell Roter Stern gegen Olimpia Ljubljana. Es gab in dieser Saison bereits heftige Duelle. In slowenischer Erinnerung blieb vor allem das letzte Aufeinandertreffen in der serbischen Hauptstadt. Noch vor dieser Begegnung stehen die Vorzeichen anders. Die Hütte ist seit Tagen ausverkauft. Pyros sind angemeldet und genehmigt. Die Mannschaft ist bis in die Haarspitzen motiviert. Sie wollen Rache nehmen für die Pleite in der vergangenen Partie. Dass sie viele Tore gegen Roter Stern schießen können, haben sie ebenfalls schon gezeigt. Genau, das ist die Marschrichtung. Mit einem deutlichen Sieg den Meisterschaftskampf wieder spannend machen.
Nach Fünf im Urwald
Die letzten Meter in der Liga erreicht. Mit Siebenmeilenstiefeln nähert sich der Höhepunkt der Saison, also die Zeit zwischen den Spielzeiten. Zuvor geht es in der Balkan League noch ans Eingemachte, denn Roter Stern Belgrad führt überraschend mit vier Punkten vor den Verfolgern die Tabelle vor dem finalen ZAT an. Ein bisschen doof allerdings für des Team von Dimitry Utschkov ist, dass das TK-Konto nahezu genauso blank ist wie die Konten sämtlicher Dschungelcamp-Teilnehmer zusammen. Man darf sich in Serbien also nicht sicher sein, ob man am Freitag die richtige Liane erwischt oder nicht doch noch irgendwo eine hinterlistige Schlage aus dem Gebüsch kriecht. Denn die gierige Konkurrenz mit den prall gefüllten Hamsterbacken wartet nur darauf, mit einem perfekten Spieltag sich den sonnigen Platz in der Lichtung zu sichern. In jedem Fall wünscht Onkel Dimitry den Kollegen eine fabelhafte Spätsommerpause und darüber hinaus ein Wiedersehen mit möglichst allen Übungsleitern in der neuen Saison.
Glückwunsch an die Legende
Ja, leider wurde am vergangenen Spieltag hoch gepokert und ebenso hoch verloren. Denn nichts geringeres als die Meisterschaft ist nun Geschichte. Zwar geht der designierte Meister aus Belgrad von infernalitischen Gegnern aus, doch seine kleinen Hamsterbacken sind ordentlich gefüllt, sodass es reichen dürfte.
Das L für Loser steht damit erneut den Drachen aus Slowenien auf der Stirn. Der Vorwurf, wie kann man so eine gute Ausgangslage so leichtfertig verspielen. Der Stuhl des Trainers wackelt ordentlich, sollte die Mannschaft nicht als Zweiter ins Ziel eintrudeln, wäre das wohl das Aus dieser Ehe, die nie unter einem guten Stern stand. Es gilt alle Kräfte für zwei Siege zu mobilisieren, nur so kann man immerhin als Erster gratulieren.